Putzen, Pusten und Polieren

Heute stand mal kein Kindergeburtstag an … aber, Langeweile kam trotzdem nicht auf. Für einen Hersteller von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie sollen neue Bilder für dessen Webseite und Besucherlounge produziert werden. Was anfangs noch nach einer schnellen und einfachen Aufgabe ausschaute, entpuppte sich im Nachhinein als die reinste Putzorgie. Das eigentliche Grundlayout war durch die Webdesigner vorgegeben und brauchte von mir nur umgesetzt werden. Also Teile ins rechte Licht gesetzt und Kamera in Position gebracht. Nun hatte ich aber nicht mit den Tücken von schwarzen Kunststoffteilen und glänzenden Oberflächen, auf denen fotografiert werden, soll gerechnet. Kaum hatte man alles frei von Staubfuseln gereinigt da lagen doch schon wieder die nächsten Staubpartikel auf dem Objekt und ärgerten den motivierten Fotografen.Also nochmals putzen und pusten … und immer noch sah man Staub.Das Ganze wiederholte ich gefühlte 20-mal, bei jedem neuen Versuch natürlich wesentlich frustrierter, bis ich die simple Idee hatte, mein Antistatikspray aus dem Schrank zu kramen. Sprüh, sprüh und der Staub war jetzt tatsächlich fast weg, dafür glänzte der Artikel aber natürlich zu sehr. Man konnte keine Details mehr erkennen. Wieder ein neues Teilchen positionieren und putzen und polieren und putzen und polieren …
Irgendwann war es dann tatsächlich so weit, das Foto war im Kasten.Fotograf und Kunde waren zufrieden und freuen sich auf die nächsten Bilder.
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